Back in europe!

Der #stayrider ist zurück auf europäischem Boden und nimmt weiterhin fahrt in Richtung Heimat.

Am 39. Tag der diesjährigen Stayrider-Tour setzte Jürgen seine Reifen wieder auf europäischen Asphalt. Nach ziemlich genau 4 Wochen in Asien überquerte er per Fähre das Marmarameer. Von Çanakkale, auf der asiatischen Seite der Türkei, ging es nach Kilidülbahir, das wiederum auf der europäischen Seite liegt.

In seiner Zeit in Asien erlebte der Stayrider unglaubliches:

Als ich vor einem Monat in Istanbul den Sprung nach Asien wagte, hatte ich zwar bestimmte Erwartungen. Doch die Realität hat alles weit übertroffen. Wetterkapriolen haben mich heimgesucht. Scheinbar unendliche Weiten habe ich in Georgien und Armenien durchquert. Auf den nordöstlichen Höhen der Türkei kämpfte ich mich durch Schneeschauer. Doch überall traf ich auf Menschen, die scheinbar aus dem Nichts ein Simit, einen schwarzen Tee oder eine Suppe für mich zauberten. Oder mich sogar bei sich zu Hause aufgenommen haben. Und die nie eine Gegenleistung dafür verlangten. 

Ich traf auf Grenzbeamte, die spürbar hilfreich sein wollten, aber wohl nicht durften. Ich traf auf Militärs, die politisch gezogene Grenzen markieren mussten. Ich traf auf Kinder, die wegen ihrer Herkunft verfolgt werden und in einem Lager Freude am Fußball finden. Mit großen Augen fassten sie mein Fahrrad an. 

Mit kaum mehr als den Kleidern am Leib und einem Fahrrad habe ich erfahren, dass ich eine Verbindung zwischen all diesen Menschen in verschiedenen Ländern herstellen kann. Diese Erfahrung gibt mir so viel Kraft zurück, dass ich mich trotz der körperlichen Strapazen, der Müdigkeit und manchmal auch der Schmerzen jeden neuen Tag wieder auf den Sattel schwinge.“ – Zitat aus einem Email an die Freunde und Unterstützer des #stayriders.

So kam es, dass Jürgen beim Anblick des letzten Sonnenaufgangs in Asien, in Erinnerung an all das Erlebte, die Tränen in die Augen stiegen. Nichtsdestotrotz wurde er von Europa wie von einem Magneten angezogen. Auf die Wehmut folgte schnell das Hochgefühl wieder in Europa und so der Heimat ein Stück näher gekommen zu sein. (Galerie oben)

Italien und 10.000km

Die darauffolgenden Tage ging es für den Stayrider durch das letzte Stück der Türkei sowie ein Mal quer durch Griechenland. Genächtigt wurde, wenn keine passende Unterkunft in der Nähe war, im Zelt am Strand nur wenige Meter von den Wogen des Meeres entfernt. Das Ziel war Griechenland zu durchfahren, um anschließend erneut mit einer Fähre nach Italien zu übersetzen. Die Etappen in Griechenland wurden unglücklicherweise durch unzählige Regentage sowie lokale Überschwemmungen deutlich erschwert. Nach allem was Jürgen bisher auf seinen Touren erlebt hatte, beeinträchtigten ihn diese Umstände allerdings kaum und so überquerte er am 44. Tag seiner Tour das Ionische Meer.

Für den Stayrider war dies nicht nur aufgrund der Ankunft in Italien ein besonderer Tag, er hat zudem die 10.000km Marke geknackt. Belohnt wurde er dafür mit einem wunderschönen Sonnenaufgang und einem köstlichen italienischen Café. (Galerie unten)

Die nächste Tage geht es für Jürgen in Italien weiter Richtung Norden. Wenn alles weiterhin gut läuft setzt sich der Stayrider das Monument der Provence in Ventoux als seinen westlichen Turningpoint und somit als nächstes großes Etappenziel.